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20.06.2016rss_feed

Antibiotikafunde im Grundwasser: Herkunft geklärt

Vor zwei Jahren gab es einen Aufschrei im Landkreis Cloppenburg. Damals zeigten die Ergebnisse an zwei von bundesweit 48 Messstellen Antibiotikaeinträge in hohen Konzentrationen - eine davon lag nahe Bösel im Landkreis Cloppenburg. Die Herkunft der Antibiotika war damals unklar.

 

 


Es folgte eine detailliertere Untersuchung des Umweltbundesamt. Die Folgestudie liegt dem NDR vor und dieser berichtet, dass die wiederholt an zwei Grundwasser-Messstellen festgestellten sehr hohen Antibiotika-Konzentrationen nicht aus der Landwirtschaft stammen, sondern aus der Humanmedizin. Das Umweltbundesamt, das damals aufgrund der Ergebnisse einen Grenzwert für Tierarzneimittel forderte, muss eingestehen, dass das gefundene Antibiotikum Sulfamethoxazol nahegelegenen Kleinkläranlagen zuzuordnen ist.

 

Grundsätzlich zeigt die neue Studie, dass Antibiotika sowohl aus der Human- als auch aus der Veterinärmedizin in geringen Konzentrationen ins Grundwasser gelangen können. Insbesondere die Wirkstoffe Sulfadimidin und Sulfadiazin konnten an einigen Messstellen auf die Tierhaltung zurückgeführt werden.

 

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, fordert deshalb erneut einen Grenzwert für Arzneimittel im Grundwasser. Der sollte sich am Grenzwert für Pflanzenschutzmittel orientieren und bei 100 Nanogramm pro Liter liegen, zitiert der NDR die Präsidentin.  Außerdem fordert Krautzberger, die Belastung des oberflächennahen Grundwassers durch Kleinkläranlagen genauer zu untersuchen.