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16.11.2015rss_feed

Chinas Appetit auf Schwein wächst

Chinas Schweinefleischimporteure haben im dritten Quartal 2015 so viel Ware bei ihren internationalen Lieferanten bestellt wie nie zuvor.


Nach Angaben der britischen Absatzförderungsgesellschaft (AHDB) wurden zwischen Juli und September von den Chinesen insgesamt 198 000 t Schweinefleisch geordert; das waren gut 70 000 t mehr als im dritten Quartal 2014. Damit stieg die in den ersten neun Monaten 2015 eingeführte Menge an frischem und gefrorenem Schweinefleisch im Vorjahresvergleich um fast 22 Prozent auf 518 000 t. Hinzu kommen noch 575 600 t Schlachtnebenerzeugnisse, deren Aufkommen allerdings um gut fünf Prozent weniger war als in den ersten drei Quartalen 2014. Von dem wegen der rückläufigen Inlandsproduktion höheren Einfuhrbedarf Chinas profitieren die EU-Länder. Sie steigerten ihre Schweinefleischlieferungen in die Volksrepublik gegenüber den ersten neun Monaten 2014 um fast 42 Prozent auf 377 400 t und erhöhten ihren Marktanteil auf 73 Prozent. Besonders begehrt war dabei deutsche Ware, deren Absatzmenge sich im Vorjahresvergleich um 89 Prozent auf 137 500 t vergrößerte. Die Bundesrepublik ist damit mit Abstand zum wichtigsten ausländischen Schweinefleischanbieter in China geworden. Spanien dehnte seine Verkaufsmenge dorthin von Januar bis September 2015 um fast ein Drittel auf 90 300 t aus; Dänemark brachte es mit 51 800 t auf ein Plus von gut acht Prozent. Marktanteile verloren haben dagegen Lieferanten aus Nordamerika. Die US-Anbieter mussten in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Exportrückgang von Schweinefleisch nach China um 15 Prozent verkraften; die kanadischen Ausfuhren gingen um fast zwölf Prozent zurück.

Quelle: afz 46/2015