Menü
Top-News:
Ferkelpreis 61,00 €/Stück (+1,00) (08.11.) - Sauenbasispreis ab Hof 1,48 €/kg SG (+0,05) (13.11.) - Schweinepreis 1,89 €/Indexpunkt (+0,04) (13.11.) - Kühe O3 (310 kg) 2,59 €/kg SG (-0,01) (11.11.) - Jungbullen R3 (FL + Fleischrassen) 3,71 €/kg SG (±0) (11.11.)
29.06.2016rss_feed

Initiative Tierwohl Schwein: Gemeinsamer Programmentwurf für den Zeitraum 2018 bis 2020 vereinbart

Bonn, 28.06.2016 – Die Initiative Tierwohl steht im Bereich Schwein vor entscheidenden Weiterentwicklungen. In den vergangenen Monaten haben die Partner des branchenübergreifenden Bündnisses aus Landwirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Fleischwirtschaft gemeinsam an einem Modell für die Initiative Tierwohl ab 2018 gearbeitet. Jetzt haben sich Branchenvertreter auf einen Entwurf für die Fortführung der Initiative Tierwohl für Schwein in dem Zeitraum 2018 bis 2020 verständigt. Die Vorschläge stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der einzahlenden Unternehmen. Die wichtigsten Eckpunkte des Entwurfes umfassen die Erhöhung des für Schweinehalter zur Verfügung stehenden Budgets, gestraffte Kriterienkataloge mit erhöhten Grundanforderungen sowie einen Tiergesundheitsindex als wichtigen Bestandteil der Initiative Tierwohl.


Im Entwurf hat man sich auf folgende Kernelemente verständigt:

  • Erhöhung des Budgets für schweinehaltende Betriebe: Ab Januar 2018 soll sich das jährliche Budget, das über den teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandel für schwei-nehaltende Betriebe bereitgestellt wird, erhöhen. Von 2018 bis 2020 sollen nun jährlich rund 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Unternehmen des teilnehmenden Le-bensmitteleinzelhandels würden dann ein Entgelt von 6,25 ct/kg anstelle von bislang 4,0 ct/kg an die Initiative Tierwohl abführen. Mit dem Budget könnten rund 4.800 schweine-haltende Betriebe bei der Initiative mitmachen. Das entspricht rechnerisch der Anzahl sowohl der Betriebe, die derzeit teilnehmen, als auch derjenigen, die derzeit auf der Warteliste stehen.
  • Gestraffte Kriterienkataloge mit erhöhten Grundanforderungen: Eine weitere Anpassung betrifft die Gestaltung der Kriterienvorgaben für schweinehaltende Betriebe. Ab 2018 müssten alle Betriebe verpflichtend die Anforderungen 10% mehr Platz und organisches Beschäftigungsmaterial umsetzen. Darüber hinaus würde es einen ge-strafften Kriterienkatalog geben, aus dem weitere zusätzliche Maßnahmen ausgewählt werden können.
  • Tiergesundheitsindex als fester und wichtiger Bestandteil: Stärker als bislang soll ab 2018 der Tiergesundheitsindex berücksichtigt werden, der aktuell ausgearbeitet wird. Hierbei werden die Ergebnisse aus der Schlachtbefunddatenmeldung ausgewertet. Diese erlauben Rückschlüsse auf die Gesundheit der Tiere. Hierfür stünde ein wesentli-cher Teilbetrag des Budgets zur Verfügung.

Mit den Eckpunkten des Entwurfs wird ein zielführendes Programm für mehr Tierwohl fortge-führt und ausgebaut – und zwar weiterhin für alle drei Produktionsarten Schweinemast, Sauen-haltung und Ferkelaufzucht.
Die Partner der Initiative Tierwohl fordern weiterhin die noch nicht teilnehmenden Unternehmen des Lebensmittelhandels, der Gastronomie und des Handwerks auf, sich dem branchenübergrei-fenden Bündnis für mehr Tierwohl anzuschließen.

Quelle: Pressemitteilung der Initiative Tierwohl, Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH