Menü
Top-News:
Ferkelpreis 61,00 €/Stück (+1,00) (08.11.) - Sauenbasispreis ab Hof 1,48 €/kg SG (+0,05) (13.11.) - Schweinepreis 1,89 €/Indexpunkt (+0,04) (13.11.) - Kühe O3 (310 kg) 2,59 €/kg SG (-0,01) (11.11.) - Jungbullen R3 (FL + Fleischrassen) 3,71 €/kg SG (±0) (11.11.)
15.12.2016rss_feed

Rechtsgutachten zur Ferkelkastration

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, mit dem die Folgen des Verbotes der betäubungsfreien Kastration beleuchtet werden sollten.


Sollte für die Kastration nur die Narkose zur Verfügung stehen, würden die süddeutschen Ferkelerzeuger pro Jahr mit rund 13 Mio. € belastet. Die Auswirkungen wären katastrophal: Insbesondere kleine und mittlere Ferkelerzeuger bis 250 Sauen wären verstärkt (zusätzlich zum laufenden Strukturwandel) gezwungen, den Betriebszweig aufzugeben. Da über 90% der süddeutschen Ferkelerzeuger in diese Kategorie fallen, würde das einen regelrechten Strukturbruch bedeuten. Das Rechtsgutachten stellt jedoch eindeutig klar, dass das Tierschutzgesetz solche massiven Folgen nicht erzwingt: Betäubung muss keine Narkose sein, sondern auch eine örtliche Schmerzausschaltung ist ausreichend. Der Gesetzgeber sieht hier eine Entscheidungsmöglichkeit beim betreuenden Tierarzt. BBV-Präsident Walter Heidl erklärt: Zwei Jahre vor dem Auslaufen der Übergangsfrist ist das eine gute Nachricht für die deutsche Schweinehaltung und besonders für alle kleineren Betriebe. Mit dem Gutachten ist der Weg frei für einen tiergerechten, praktikablen und wirtschaftlich tragfähigen Weg der Kastration. Die Fachleute sind nun gefordert, den abgesteckten Rahmen mit geeigneten Verfahren auszufüllen, z.B. die Schmerzausschaltung durch den Landwirt. Der Staat und die Marktbeteiligten müssen dazu ihren Beitrag leisten.