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15.11.2016rss_feed

Schlachtschweinevermarktung - ab 01.02.2016 neue Lieferscheine erforderlich

Die Vorschriften für den Inhalt der sogenannten Standarderklärung (Lieferschein) haben sich seit dem 09.03.2016 geändert. Der Bundesmarktverband hat sich für eine Umstellung bis zum Jahresende ausgesprochen, weil ansonsten beim Export in Drittländer Schwierigkeiten drohen.

Die alte Erklärung d.h. der Lieferschein wird ab dem 01.01.2017 von den Schlachthöfen nicht mehr akzeptiert.


Bei jeder Schlachttierlieferung muss die Standarderklärung gemäß EU-VO 853/2004 (Information zur Lebensmittelkette) die Lieferung von Schlachttieren an den Schlachtbetrieb begleiten. Diese Standarderklärung ist durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger geändert worden. Ab dem 1.Dezember gilt- darauf haben sich die Vertreter des Bundesmarkverbandes kürzlich geeinigt -  die neue Form der Standarderklärung.

Ab 1. Januar 2017 werden Partien mit der alten Erklärung am Schlachtbetrieb nicht mehr angenommen.


Zwei obligatorische Angaben sind neu bzw. haben sich geändert.

 

Wartezeit vor der Schlachtung

Neu wurde in die Standarderklärung aufgekommen, ob bei Verabreichung von Tierarzneimitteln die Wartezeit vor der Schlachtung eingehalten wurde. So muss jetzt der Arzneimitteleinsatz, beziehungsweise das Auslaufen von Wartezeiten innerhalb von sieben Tagen vor Verbringung der Tiere zur Schlachtung dokumentiert werden. In diesem Falle muss der Lieferant ankreuzen, dass und welche Wartezeiten bestanden und die Tierkennzeichnung, das Tierarzneimittel und das Datum der Verabreichung eintragen.

 

Trichinen

Ein Schweinehaltungsbetrieb kann sich ganz oder teilweise von der Trichinenuntersuchung am Schlachtbetrieb befreien lassen. Diese Ausnahmegenehmigung muss aber vom Tierhalter beantragt werden.  In den meisten Fällen ist dies nicht  erforderlich, da aus Exportgründen ohnehin jedes Schwein auf Trichinen untersucht wird. Es gibt aber vereinzelt selbstschlachtende Metzger, die zum nächsten Untersuchungslabor – speziell in schweineschwachen Regionen – stundenlang fahren müssen. Für diese, und ihre Lieferbetriebe, gibt es die Möglichkeit, bei den Kreisordnungsbehörden den Status amtlich anerkannte Anwendung kontrollierter Haltungsbedingungen zu beantragen. Allerdings muss der Landwirt dies jetzt zwingend mit einem Kreuz (i. d. R. bei Nein!) auf seinem Lieferschein anzeigen.

 

Der Bundesmarktverbandes für Vieh und Fleisch merkt dazu an, dass lediglich Schweine haltende Betriebe, die bestimmte Maßnahmen zur Trichinenvorbeugung (u. a. Schädlingsbekämpfung, Futtermitteleinsatz/-lagerung) durchführen und die eine amtliche Bestätigung hierüber haben, das Kreuz bei Ja setzen können. Rechtsgrundlage hierfür ist die Durchführungsverordnung (EU) 2015/1375 der KOM vom 10.08.2015.

Alle übrigen Betriebe – und dass sind nahezu alle Schweinehalter – müssen Nein ankreuzen.


Fazit:

Alle Viehhandelsunternehmen, und Schlachtvieherzeugergemeinschaften müssen jetzt handeln und zeitnah den Lieferschein (Standarderklärung) ändern und  spätestens bis zum Jahresende flächendeckend einführen. Ansonsten drohen den Schlachthöfen beim Fleischexport in Drittländer  Schwierigkeiten, wenn die Standarderklärung nicht den formalen Anforderungen entspricht.

 

Bei Bedarf können Sie bei der LWK  im FB 3.1 (Tel. 0441/801316)  ein Informationsblatt des Bundesmarktverbandes für Vieh und Fleisch  mit den notwendigen Angaben zur Standarderklärung anfordern.