BRS-News
10.02.2026
DLG-Merkblatt: Erfolgreiche Betriebsübertragung gestalten
Für die optimale Planung einer Betriebsübertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge ist eine umfassende Analyse der familiären, betrieblichen und rechtlichen Rahmenbedingungen entscheidend. Der Ausschuss für Agrar- und Steuerrecht der DLG hat das Merkblatt 402 "Betriebsübertragung im Wege vorweggenommener Erbfolge" aktualisiert und gibt darin einen strukturierten Überblick über notwendige Vorüberlegungen und Gestaltungsmöglichkeiten. Das Merkblatt ist in Form einer Checkliste aufgebaut, die diskussionswürdige Themenbereiche, nicht aber Lösungen aufzeigt. Es richtet sich sowohl an den Landwirt als auch an seine Berater.
10.02.2026
Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2025 jetzt erhältlich
Mit über 280 Tabellen stellt das neue Jahrbuch umfangreiche Daten und Zeitreihen zu allen Bereichen der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft bereit. Neu aufgelegt wurde beispielsweise die Tabelle zum durchschnittlichen Bruttoverdienst der Beschäftigten in Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei. Die Tabellen des Jahrbuchs, darunter 32 über die EU-Mitgliedstaaten, stellen die Entwicklung wichtiger Kennzahlen im Agrar-, Ernährungs- Forst- und Fischereibereich dar. Über einen QR-Code unter dem Tabellenverzeichnis im Jahrbuch gelangen Interessierte zu einer Übersicht mit weiteren Tabellen und Zeitreihen, die ausschließlich online zur Verfügung stehen. Ab sofort kann das Statistische Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2025 unter
www.bmel-statistik.de/jahrbuch heruntergeladen oder über
www.bmel-statistik.de/statistisches-jahrbuch/bestellformular bestellt werden.
10.02.2026
Tönnies mit neuer Haftpflichtversicherung für Lieferungen von Partnerbetrieben
Gemeinsam mit dem Versicherungsmakler Marsh und in enger Zusammenarbeit mit dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) hat die Firma Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück einen Haftpflicht-Schutzschirm für alle Lieferungen von landwirtschaftlichen Partnerbetrieben abgeschlossen. Diese springt ein, wenn die Haftpflicht-Versicherung der Landwirte im Schadensfall nicht ausreicht oder erst gar nicht greift. Wer künftig seine Tiere an einen der Schlachthöfe des Familienunternehmens liefert, ist automatisch mitversichert. Die Kosten im niedrigen zweistelligen Cent-Bereich pro Schwein trägt zunächst das Unternehmen. In einem späteren Schritt ist die Einpreisung über die Vorkosten vorgesehen.
09.02.2026
QS: Jahreszahlen der Haltungsform bestätigen Tierwohl‑Trend
Die Initiative Tierwohl GmbH hat als Trägerin der Haltungsform neue Zahlen zur Haltungsform‑Kennzeichnung vorgelegt, die die Verteilung der fünf Stufen im Jahr 2024 zeigen und den Vergleich zum Vorjahr ermöglichen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Haltungsformstufe 2 bei Schweinefleisch auf einem sehr hohen und stabilen Niveau bleibt (75,2 % Bedientheke; 86,3 % SB-Regal). Die 2024 neu eingeführte Haltungsformstufe 5 "Bio" erreicht bei Rind (14,1 %) sowie bei Milch- und Molkereiprodukten (12,8 % und 7,7 %) bereits einen beachtlichen Marktanteil. Die veröffentlichten Zahlen, die auf den Absatzmengen der Eigenmarken der teilnehmenden Lebensmitteleinzelhändler basieren, zeigen, das der Lebensmitteleinzelhandel sein Angebot in den tierwohlorientierten Haltungsstufen kontinuierlich ausbaut.
09.02.2026
ASP: Nordrhein-Westfalen unterstützt Kreise bei der Bejagung von Schwarzwild
Vor acht Monaten wurde das erste mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein in Nordrhein-Westfalen bei Kirchhundem im Kreis Olpe gefunden worden ist. Inzwischen sind rund 320 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein positiv auf die ASP getestet worden. Als wichtiger Baustein zur Bekämpfung der ASP sind mittlerweile Jägerinnen und Jäger aufgerufen, in den betroffenen Gebieten verstärkt Schwarzwild zu bejagen, um die Wildschweinbestände weiter zu reduzieren. Hierzu hat Ministerin Silke Gorißen am 6. Februar in Olpe eine zusätzliche finanzielle Unterstützung aktuell betroffener Kommunen bei der Schwarzwildbejagung angekündigt. Das Land NRW beteiligt sich an Programmen der Kreise, die Jagdausübungsberechtigten einen Pauschalbeitrag pro erlegtem Wildschwein auszahlen.
09.02.2026
Stall der Zukunft für Schweine mit Ringelschwänzen
Einen Förderbescheid über 950.000 Euro hat Ministerin Miriam Staudte jetzt an das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) in Echem (Landkreis Lüneburg) übergeben. Mit der Förderung sollen Haltungseinrichtungen in der Lehrwerkstatt so umgebaut werden, dass hier Schweine mit intakten Ringelschwänzen gehalten werden können. Angehenden Landwirtinnen und Landwirten wird so in der überbetrieblichen Ausbildung und im Rahmen von Weiterbildungen anschaulich dargestellt, wie auf das Kupieren der Ringelschwänze verzichtet werden kann und wie Schweine mit intakten Ringelschwänzen erfolgreich gehalten werden können. Damit kommt die Förderung perspektivisch einer großen Anzahl von Tieren zugute. Die Mittel werden über die politische Liste bereitgestellt.
09.02.2026
Prüfung eines Fütterungskonzepts zur Reduzierung von Sojaextraktionsschrot in der Mast von Schweinen
Eine aktuelle Untersuchung der LfL zeigt, dass durch den Einsatz von Fermentationsprodukten und Phytogenen der Anteil an Sojaextraktionsschrot in der Schweinemast um 1,5 Prozentpunkte reduziert werden kann – ohne signifikante Einbußen bei Mast-, Futter- oder Schlachtleistungen.Neben einem stabilen Leistungsniveau ergeben sich je nach Sojapreis Kostenvorteile von bis zu 1,20 € pro Mastschwein. Hinweise auf das Potenzial dieses Fütterungskonzepts für eine ressourcenschonendere Tierernährung stellen W. Preißinger, S. Scherb und F. Ahrens (LfL) in einem
aktuellen proteinmarkt-Fachbeitrag vor.
04.02.2026
Mecklenburg-Vorpommern hebt Düngelandesverordnung auf
Mecklenburg-Vorpommern wird seine Düngelandesverordnung aufheben. Das hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute auf dem Boden- und Düngungstag MV in Linstow verkündet. Hintergrund: Das Bundesverwaltungsgericht hat am 24. Oktober 2025 die bayerische Düngelandesverordnung für unwirksam erklärt, weil die bundesrechtliche Ermächtigungsgrundlage den Anforderungen des Grundgesetzes nicht genügt. Damit fehle auch für die anderen Bundesländer die notwendige Rechtssicherheit. "Wir können von den Betrieben nicht verlangen, dass sie unter Regeln arbeiten, die juristisch auf wackeligen Füßen stehen. Das ist kein Rückzug aus dem Gewässerschutz", betonte Backhaus. "Aber wir müssen jetzt sauber arbeiten: rechtlich belastbar, fachlich präzise und praxistauglich.", sagte Backhaus. An den Bund formulierte er erneut die klare Forderung, Verantwortung zu übernehmen und schnell für eine rechtskonforme Lösung zu sorgen.
04.02.2026
LfL-Projekt "FeedWel": Unversehrte Ferkelschwänze durch optimierte Fütterung
Im Rahmen des Projekts "FeedWel" der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) wurden drei verschiedene Futterkonzepte erprobt und ihre Wirkung auf das Auftreten von Schwanzverletzungen und Schwanzbeißen bei unkupierten Aufzuchtferkeln, auf Wachstum, Tiergesundheit und Futterverbrauch beobachtet. Durch eine Optimierung von Futter und Fütterungsstrategie soll die erfolgreiche Haltung unkupierter Ferkel auch in konventionellen Ställen ermöglicht werden.
03.02.2026
„Typisch Fruchtbarkeit“: Neues E-Book zur Sauenhaltung von Boehringer Ingelheim
Ein neues E-Book von Boehringer Ingelheim bietet Sauenhaltern und Tiergesundheitsexperten fundiertes, praxisorientiertes Wissen zur Verbesserung der Fruchtbarkeit in der Schweinehaltung. Entstanden in Zusammenarbeit mit der GFS Ascheberg bietet das Nachschlagewerk auf fast 150 Seiten Expertenwissen aus der Praxis für die Praxis rund um die Fruchtbarkeit von Sauen. Das E-Book ist in sechs Kapitel unterteilt und informiert über die relevanten Phasen der Sauenhaltung: Grundlagen der Fruchtbarkeit, Jungsaueneingliederung, Besamungsstall, Wartebereich, Abferkelstall sowie Absetzen der Ferkel. Das E-Book steht kostenfrei auf der
Website von Boehringer Ingelheim zum Download bereit.