ISN-News
10.07.2026
Schweinemarkt: Die Kette zerreißt - Ein Kommentar von ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack
Wenn der Markt nicht läuft, dann wird in der Kette nach unten getreten – diese Erfahrung ist leider nicht neu, trifft aktuell aber wieder mit brachialer Wucht Schweinemäster und Ferkelerzeuger. Dabei läuft der Markt hierzulande gar nicht einmal schlecht. Die Fleischeinkäufe in den Einkaufsstätten in Deutschland liegen in den ersten Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr im Plus, die Schlachtschweine können problemlos geschlachtet werden. Die Schlachtgewichte sinken aktuell sogar von Woche zu Woche – natürlich auch durch die Hitze bedingt, aber auch ein klares Indiz, dass der Abfluss der Schlachtschweine nicht stockt. Und doch erleben wir einen ruinösen Schlachtschweinepreis von 1,40 € je kg Schlachtgewicht und einen ebenso ruinösen Ferkelpreis von 30 Euro. Der Druck kommt aus Europa – weil die europäischen Märkte durch spanisches Schweinefleisch geflutet werden, das ist klar. Aber es kann doch nicht sein, dass dieses Problem allein auf die Schweinehalter hierzulande abgewälzt wird. Bei dem aktuell hohen Kostenniveau verlieren hiesige Ferkelerzeuger und Schweinemäster zusammen 60 € am Schwein. Das können Schweinehalter nicht lange durchhalten!10.07.2026
Auktionsergebnis der Internet Schweinebörse vom 10.07.2026
Bei der Auktion der Internet Schweinebörse am heutigen Freitag, 10.07.2026 wurden…10.07.2026
Brasilien: Schweinefleischexporte im ersten Halbjahr 2026 auf Rekordhoch – Leichter Rückgang im Juni
Die brasilianischen Schweinefleischexporte haben im Juni einen leichten Dämpfer erhalten. Sowohl das Exportvolumen als auch die Erlöse gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Trotz dieses vorübergehenden Rückgangs blickt die brasilianische Schweinehaltung auf das erfolgreichste erste Halbjahr ihrer Geschichte zurück.10.07.2026
ASP-Halbjahresbilanz 2026: Seuchendruck in Europa weiterhin hoch
Die Halbjahresbilanz zeigt: Das Geschehen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Europa bleibt weiterhin dynamisch. Zwar wurden im ersten Halbjahr 2026 europaweit weniger Fälle registriert als im Vorjahreszeitraum – doch vor allem bei Wildschweinen bleibt das Seuchengeschehen in vielen Regionen Europas auf hohem Niveau und breitet sich in Teilen Südosteuropas weiter aus. In einigen EU-Ländern sind auch viele Hausschweinebestände betroffen.08.07.2026
Nach über einem Jahr Pause: Erneuter ASP-Fund bei zwei Wildschweinen in der Uckermark
Nach mehr als einem Jahr ohne Nachweis wurde im brandenburgischen Landkreis Uckermark erneut die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei zwei Wildschweinen bestätigt. Die Fundorte befinden sich beide innerhalb der bereits bestehenden Sperrzone II des Landkreises Uckermark in unmittelbarer Nähe zur deutsch-polnische Grenze. Die Bekämpfungsmaßnahmen vor Ort wurden umgehend intensiviert.ISN: Auch wenn die neuen Fälle für die Schweinehalter vor Ort ein bitterer Rückschlag sind, ändert sich an der Lage in Deutschland grundsätzlich nichts, da beide Fundorte in einer bereits bestehenden Sperrzone liegen.