ASP-Fälle in Europa: Polen weiterhin am stärksten betroffen
Die ASP-Fallzahlen in Europa gehen insgesamt zurück – doch die Lage bleibt regional sehr unterschiedlich: Während Polen weiterhin die meisten Fälle meldet, steigen die Zahlen unter anderem in Italien und Serbien. Deutschland verzeichnet dagegen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
VEZG-Notierung: Tönnies passt im Sinne der Transparenz die Lieferverträge nochmal an
DBV, WLV und ISN einigen sich mit dem Unternehmen Tönnies auf die Wiederaufnahme der VEZG-Notierung als Preisbasis in die Lieferverträge. Das wird von landwirtschaftlicher Seite sehr begrüßt. Sobald das Unternehmen die Lieferverträge entsprechend abgeändert hat, heben die Organisationen ihre Empfehlung zur Nicht-Unterzeichnung auf. Darüber hinaus bestehende generelle Kritikpunkte betreffen Lieferverträge aus der gesamten Branche und müssen deshalb branchenweit neu geregelt werden.
Wirtschaftliche Situation auf den schweinehaltenden Betrieben derzeit dramatischer als zu Corona-Zeiten
Die Schlachtschweinenotierung bleibt bei 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Ein umfangreiches Angebot trifft auf einen reichlich versorgten Fleischmarkt und begrenzte Absatzmöglichkeiten. Gleichzeitig liegen die kalkulierten Vollkosten für Ferkelerzeugung und Mast bei durchschnittlich 2,05 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die wirtschaftliche Lage der schweinehaltenden Betriebe ist damit dramatischer als in den Krisenjahren 2020 und 2021.
Der europäische Schlachtschweinemarkt kann dem zunehmenden Druck der Schlachtunternehmen nicht standhalten und die Notierungen geben mit Ausnahme Dänemarks nach. Die Preisrückgänge reichen von korrigierten zwei Cent in Belgien bis zu korrigierten 9 Cent in Österreich. Die ohnehin schon hohen finanziellen Verluste bei den europäischen Schweinehaltern nehmen damit noch weiter zu.
Brasiliens Schweinefleischexporte bleiben im Jahresverlauf auf Wachstumskurs. Von Januar bis September legten die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Im September gingen Exportmenge und Erlöse jedoch deutlich zurück.
THKG: Umsetzungsfrist soll erneut verschoben werden
Die Berliner Regierungsfraktionen haben sich darauf geeinigt, die Umsetzung der staatlichen Haltungskennzeichnung noch einmal vom 1. Januar 2027 auf den 1. Oktober 2027 zu verschieben.
ISN: Gut so, denn in der aktuellen Fassung darf das Gesetz nicht zur Umsetzung kommen. Es muss abgeschafft oder grundlegend überarbeitet werden. Wichtig ist es, die gewonnene Zeit zur Überarbeitung nun auch zu nutzen.
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