InterPIG-Produktionskostenvergleich: Deutschland mit überdurchschnittlich hohen Produktionskosten
Die Ergebnisse des internationalen InterPIG-Produktionskostenvergleichs für das Jahr 2025 liegen nun vor. Daraus wird einmal mehr ersichtlich, dass die Kostenunterschiede in der Schweineerzeugung international weiterhin sehr groß sind. Besonders günstig produzierten 2025 Brasilien, Kanada und die USA. Deutschland lag mit 2,05 €/kg Schlachtgewicht (SG) weit über dem internationalen Durchschnitt und auch deutlich über den Kosten der wichtigsten europäischen Wettbewerber.
Initiative Tierwohl: Weitere Ferkelaufzüchter können sich jetzt registrieren
Seit Donnerstag, 1. Oktober 2026, können sich Ferkelaufzüchter für die Teilnahme an der Initiative Tierwohl (ITW) anmelden. Die dreiwöchige Registrierungsphase läuft bis zum 22. Oktober. Voraussetzung für die Auszahlung des Tierwohlentgelts ist die Lieferung der Ferkel an einen ITW-Mäster.
EU-Frühjahrs-Viehzählung: Schweinebestand im Rückgang – Sauenzahlen bleiben stabil
Die aktuelle EU-Frühjahrs-Viehzählung zeigt einen Rückgang der Schweinebestände. In den bislang erfassten elf Mitgliedstaaten wurden rund 1 % weniger Schweine gezählt als im Vorjahr, während die Sauenzahlen insgesamt stabil blieben. Die Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsstaaten fiel dabei unterschiedlich aus. Nach der europaweit schwierigen Preisphase im Sommer gehen Marktanalysten davon aus, dass die Tierzahlen bei der Herbstzählung noch stärker zurückgehen werden.
Boeser Frischfleisch vollzieht Übernahme des Vion-Schlachthofs in Crailsheim
Die Boeser Frischfleisch GmbH hat am 28. September 2026 den Betrieb des Vion-Schlachthofs im baden-württembergischen Crailsheim übernommen. Der Standort mit rund 600 Beschäftigten soll als Schlacht- und Zerlegebetrieb für Schweine und Rinder fortgeführt werden.
Dänemark verhängt Moratorium für neue Schweineställe
Die dänische Regierung stoppt den Neu- und Ausbau konventioneller Schweineställe. Das Moratorium soll gelten, bis in der bevorstehenden Verhandlungsrunde neue Rahmenbedingungen für die Zukunft der Schweinehaltung erarbeitet worden sind. Umbauten für mehr Tierwohl sowie für Klima- und Umweltschutz ohne Flächenzuwachs bleiben möglich. Der Bauernverband L&F kritisiert den Baustopp scharf und warnt vor unmittelbaren Folgen für die Wirtschaft, berichtet AgE.
Am Donnerstag dieser Woche steht bei den Konsultationen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) der Schweinesektor im Mittelpunkt. Für Schweinehalter geht es dabei um weit mehr als juristische Details. Um zusätzliche Bürokratie für alle Beteiligten abwenden zu können, muss die Branche die Ausgestaltung von verbindlichen Mindeststandards bei Liefervereinbarungen in der Schweinevermarktung endlich selbst in die Hand nehmen, fordert die ISN.
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