Viehzählungsergebnisse: Schweinebestand stabil – Betriebe brechen weg
Während sich die Schweinebestände in Deutschland auf niedrigem Niveau leicht stabilisieren, geht die Zahl der Betriebe unaufhaltsam zurück. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Der Strukturwandel greift vor allem in der Ferkelerzeugung tief.
ISN: Die Stabilisierung der Bestände darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie ernst die Lage auf den Höfen tatsächlich ist. Wir befinden uns mitten in einer existenziellen Preiskrise, in der die Betriebe in der Summe aus Ferkelerzeugung und Schweinemast derzeit massive, tiefrote Verluste verzeichnen und aussteigen.
Bisher gab es für Rückmeldungen zu den QS-Leitfäden nur ein enges Zeitfenster im Herbst. Das ändert die QS Qualität und Sicherheit GmbH nun: Systempartner und Auditoren können ihre Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge ab sofort das ganze Jahr über einreichen.
Leichte Zunahme der globalen Schweinefleischerzeugung erwartet
Die weltweite Produktion von Schweinefleisch wird im laufenden Jahr 2026 voraussichtlich einen moderaten Zuwachs verzeichnen. Prognosen der AMI zufolge soll das globale Aufkommen um 0,6 % zulegen und ein Gesamtvolumen von 129,5 Mio. Tonnen erreichen. Dieser leichte Aufwärtstrend resultiert im Wesentlichen aus Kapazitätserweiterungen in China, Brasilien und den USA, wodurch die spürbaren Einbußen auf dem europäischen Markt ausgeglichen werden können.
Hitzewelle: Lüftungen und Alarmanlagen prüfen - Tiertransporte sorgfältig planen
Die aktuelle Hitzewelle sorgt in Deutschland in den nächsten Tagen noch einmal für Temperaturen jenseits der 30 Grad. In Schweineställen kann es an solchen heißen Tagen durch Wärmestau zu Hitzestress kommen. Daher ist es gerade in dieser Zeit wichtig, dass die Lüftungsanlagen einschließlich der Alarmanlagen im Schweinestall einwandfrei funktionieren und die Wärme aus dem Stall abgeführt wird. Für den Transport von Schlachtschweinen gelten bei Temperaturen über 30 Grad gemäß der Tierschutztransportverordnung besondere Regeln, die Sie in Abstimmung mit Ihrem Vermarkter unbedingt beachten sollten.
Spezialisiert, integriert oder globalisiert – Wohin entwickelt sich die deutsche Schweinehaltung?
Auf der diesjährigen ISN-Mitgliederversammlung in Münster diskutierte die ISN vor rund 300 Mitgliedern und Gästen mit Vertretern der Schlachtbranche über die aktuell paradoxe Marktkrise, Wege aus dem drohenden Strukturbruch und zukunftsfähige Preisbildungsmodelle.
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